Free-For-All Linklisten: Der Mathmos im Web

Free-For-All Linklisten sind dank tausender OpenSource-Scripte schnell zusammengebastelt, und irgendwie verspricht sich die Allgemeinheit davon Vorteile. Was steckt wirklich dahinter und was bringen FFAs?

Was Free-For-All-Linklisten sind, haben wir allgemein in unserem A-Z Lexikon der Suchmaschinenoptimierung beschrieben. An dieser Stelle wollen wir darauf etwas genauer eingehen.

FFA Linklisten in der Praxis

Ein Déjà Vu - Was einmal aus einer gute Idee entstanden ist, wird heutzutage sehr oft von dubiosen Geschäftemachern missbraucht. Als Folge wimmelt es in solchen Linksammlungen von unseriösen Angeboten und zwielichtigen Webseiten. Diese haben keine reale Chance auf eine Aufnahme bei redaktionell geprüften Webverzeichnissen und benutzen FFA Plattformen zur Erhöhung ihrer Link-Popularität.

Es gibt auch Betreiber von FFA Linkseiten, die zusammen mit den größeren Mailing-Agenturen arbeiten. Bei jedem neuen Eintrag in eine Free-For-All Website werden auch neue E-Mail Adressen erfasst. Die gesammelten E-Mail Adressen werden verkauft und für unangeforderte Werbe-Mail missbraucht.

Oft haben all jene, die sich über Spam in ihren E-Mails beklagen, das Dilemma selbst verursacht. Es gibt sogar einige besonders dreiste Individuen, die die Webseiten ungeliebter Menschen oder konkurrierender Unternehmen bei FFA Linklisten eintragen, um auf diese Weise Psycho-Terror auszuüben oder technische Probleme zu verursachen.

Wie schwer es ist, gegen Spam-Mail vorzugehen, wissen Sie selbst. Deshalb empfiehlt es sich, solche E-Mails immer zu ignorieren und sogar nicht zu versuchen, sich aus der Datenbank auszutragen. Wenn Sie in irgend einer Form auf solche E-Mails reagieren, bestätigen Sie nur, dass es sich bei Ihnen um eine korrekte E-Mail Adresse handelt. Als Ergebnis bekommen Sie immer mehr Spam-Mails.

Suchmaschinenoptimierung

Werden Free-For-All-Linklisten bei der Suchmaschinenoptimierung bzw. Suchmaschinenanmeldung eingesetzt? Bei einer neuen Webseite geht es zuerst darum, überhaupt erst einmal Link-Popularity zu erreichen. Deshalb hoffen viele Webseiten-Betreiber durch die Einträge in Free-For-All-Linklisten eine für das Ranking in der Suchmaschinen förderliche Linkdichte zu produzieren.

Dies geschieht überwiegend aus Unwissenheit, denn der Ranking Algorithmus einer leistungsfähigen Suchmaschine wie von Google bewertet natürlich eingehende Links (Backlinks, Inbound Links) von themenrelevanten Seiten und sogenannte Authorities wesentlich höher. Links von FFA Linklisten haben nur sehr wenig Relevanz. Die Gefahr neben einen pornografischen Website gelistet zu werden ist übrigens ausgesprochen groß. Von diesen Anmeldungen können wir nur abraten.

Man spekuliert auch, dass viele Suchmaschinen besonders aggressive Free-For-All-Linklisten erkennen und anhand der dort eingetragenden Seiten eine “Bereinigung” des eigenen Datenbestands durchführen. Aber auf jedem Fall werden FFA durch die Spam-Filtern erkannt, und zwar mit allen daraus folgenden Konsequenzen.

Fazit

Wenn Sie etwas für Ihre Link-Popularität tun möchten, gibt es wertvolle Verzeichnisse und Webkataloge, die zum Beispiel auch für die regionale Suche unentbehrlich sind. In diesen Katalogen wird kundenspezifisch und nach Kategorien angemeldet. Einige wenige und die Grossen verlangen Eintragsgebühren, die sich unter dem Strich bezahlt machen können, wenn man eines richtig gemacht hat: die Suchmaschinenoptimierung.

Datum: 16.07.2005 04:48 - Rubrik: Artikel / Support & Tips - Author: seocat

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